PRESSESTIMMEN Das Geheimnis der roten Stöckelschuhe

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Das Geheimnis der roten Stöckelschuhe

„Gagenabzug“ bei der Liebesszene
Theatrobil „Rootslöffel“ macht Kinder zu Schauspielern und das Publikum glücklich
Grafenwöhr: Also, wenn Claudia in ein paar Jahren keinen Job beim Theater bekommt, dann weiß ich auch nicht… Sie ertrug sämtliche Macken des Regisseurs mit dem strahlendsten Lächeln und flitzte, was das Zeug hielt. Die Zuschauer liebten sie auch noch, als sie „Klappe, die einundzwanzigste“ sagte. Claudia, die Regieassistentin, heißt in Wirklichkeit Emily Arnold und war eine von vielen neuen Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem Stück „Das Geheimnis der roten Stöckelschuhe“. Ohne dabei die anderen guten Ferienangebote zu schmälern, bewahrheitet sich mal wieder der Spruch: das Beste zum Schluss. Das Theaterprojekt, das von der Interessengemeinschaft „Kinder-Kultur-Projekt“ im Ferienprogramm angeboten wurde, war wirklich erste Sahne.
Von Profis gelernt
Schon bei den Proben auf dem Schönberg ging es sehr turbulent und besonders lustig zu. Frizz Lechner, der später als Regisseur agierte, und Thomas Herr (Erzähler) hatten einen richtig guten Draht zu den Buben und Mädchen. Erfahrung haben die beiden in Hülle und Fülle; denn bereits seit 20 Jahren gibt es das Theatrobil „Rootslöffel“ aus Nürnberg. Außer „Claudia“ assistierten auch noch Judith Eckert, die für den Ton zuständig war, und der Kameramann Volkan Akcakaya. Die Hauptrolle bekam Florian Graser, der als Detektiv „Sam“ wieder mal eine schwere Nuss zu knacken hatte. Immerhin lag vor seinen Füßen plötzlich die hübsche Blondie (Larissa Irle): Als die „Tote“ dann auf einmal neben ihm saß, verstand Sam die Welt nicht mehr. Aber er konnte ja nicht ahnen, dass Blondie auch noch eine Zwillingsschwester namens Rita (Carola Meiler) hat. Verwicklungen gab es am laufenden Band, als die Putzfrau Anna (Laura Altmann) und auch der Psychologe Dr. Max Frisch (Michael Bräutigam) auftraten.
Heikelste Szene“
Und da war auch noch eine Liebesszene. Der Regisseur bezeichnete sie als heikelste Szene in der Filmgeschichte. Und natürlich mäkelte er auch hier wieder an seinen Schauspielern herum. „50 Prozent der Gage werden abgezogen. Du musst sie ja nicht lieben; du spielst das ja nur…“ Aber auch diese schwierige Szene war dann im Kasten. Und das Publikum tobte …
Das Jugendhaus als Schauspielschule
Dreißig Mädchen und Jungen haben zum Abschluß des Ferienprogramms das Jugendhaus Hardthöhe in eine turbulente Theaterbühne verwandelt. Das Theater Rootslöffel machte die jungen Fürther innerhalb weniger Stunden zu kleinen Theaterstars. Einstudiert wurde ein „typisch amerikanisches Theaterstück“, so Thomas Herr. Unter dem Titel „Das Geheimnis der Stöckelschuhe“ schlüpften die Nachwuchsschauspieler in die Rollen von Gangstern, Barfrauen und Detektiven. Vom Diamantenschmuggel bis zur tragischen Liebesgeschichte war alles geboten….
(Fürther Nachrichten, August 2007)

Mörderjagd endet im organisierten Chaos

...es ist nicht das erste Mal, daß sich die beiden Schauspieler Frizz Lechner und Thomas Herr in ihren bunten Wagen der Theatergruppe Rootslöffel geschwungen haben und aus Nürnberg angereist sind. Ein Vampir-, ein Science Fiction- und ein Indianerstück haben sie in den letzten Jahren mit den Mülheimer Jungen und Mädchen bereits einstudiert. Diesmal wird`s ein spannender Krimi sein- „Das Geheimnis der Stöckelschuhe“.Doch noch wissen Lara und Carina noch nicht genau was auf sie zukommt. Wie die anderen Kinder sitzen sie mucksmäuschenstill auf ihren Stühlen… Frizz Lechner erzählt von der Handlung des Krimis. „Spannende Geschichte“ verspricht er. „Jetzt zum Wichtigsten“. Er meint das Casting. Wie beim richtigen Theater spielen die jungen Anwärter vor. Monique, deren Beine zu Beginn noch wie Pudding wackeln, bekommt die Hauptrolle als Detektiv Sam, der eine Leiche in seinem Büro findet und den spannendsten Fall seiner Karriere lösen muß.Natürlich haben die beiden Profi-Schauspieler für jeden eine Rolle. Gangster, eine Putzfrau und Polizisten kommen noch ins Spiel. Vier Tage lang studieren Frizz und Thomas in der VHS Texte mit den Kleinen ein, improvisieren und basteln die Bühnendeko. „Wir schaffen hier ein gut organisiertes Chaos. Kindern kann man viel mehr zumuten, als die meisten Erwachsenen meinen“, sind sie sich einig.Die Zeit vergeht wie im Flug. Und schon ist er da, der große Tag. Nervosität macht sich breit. Denn zahlreiche Mamas und Papas sind in die VHS gekommen, um zu sehen, was hier auf die Beine gestellt wurde. Licht aus, Spot an – das Stück nimmt seinen Lauf. Und nicht nur Monique beweist als Sam echtes Talent. Der Applaus zeigt, daß es den Eltern prima gefällt, wenn der Nachwuchs Theater macht.
(WAZ 24.Juli 2001)